Evangelische Trinitatisgemeinde am See

Losung für
Samstag, 2. März 2024

HERR, wie lange willst du mich so ganz vergessen? Wie lange verbirgst du dein Antlitz vor mir?

Psalm 13,2

Jesus schrie: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?

Matthäus 27,46

Gottesdienste im Dezember 2023

Monatsspruch für Dezember 2023

Meine Augen haben deinen Heiland gesehen, das Heil, das du bereitet hast vor allen Völkern.

Lukas 2,30-31

Herzliche Einladung zu den Gottesdiensten

Petershain Kollm See
03.12.2023
1. Advent
--> --> 10:30 Uhr
Familiengottesdienst und Taufgedächtnis

mit Pfarrer Bönisch
10.12.2023
2. Advent
9:00 Uhr
Gottesdienst

mit Pfarrer Bönisch
10:30 Uhr
Gottesdienst

mit Pfarrer Bönisch
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17.12.2023
3. Advent
--> --> 14:00 Uhr
Gottesdienst mit anschl. Adventsfeier
mit Pfarrer Bönisch
24.12.2023
4. Advent / Heilig Abend
16:30 Uhr
Christvesper mit Krippenspiel
16:30 Uhr
Christvesper mit Krippenspiel

mit Thomas Brendel
15:00 Uhr
Christvesper mit Krippenspiel


18:00 Uhr
Christvesper mit Predigt

mit Pfarrer Bönisch
25.12.2023
1. Christtag
9:00 Uhr
Gottesdienst mit Hl. Abendmahl

mit Pfarrer Bönisch
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26.12.2023
2. Christtag/Stephanus
--> --> 10:30 Uhr
Gottesdienst

mit Pfarrer Jordanov
31.12.2023
Altjahresabend
9:00 Uhr
Gottesdienst

mit Pfarrer Bönisch
17:00 Uhr
Gottesdienst

mit W. Buttler
18:00 Uhr
Gottesdienst mit Hl. Abendmahl

mit Pfarrer Bönisch

Kindergottesdienst: 10.12.23 in Kollm


Andacht im Dezember 2023

Meine Augen haben deinen Heiland gesehen, das Heil, das du bereitet hast vor allen Völkern. Lukas 2,30-31

Die Advents- und Weihnachtszeit ist was für’s Auge! Helle Sterne, bunte Lichterbäume, buntes Geschenkpapier. Das gehört zu unseren schönen Traditionen. Und die will ich an keiner Stelle vermissen. Weihnachten soll ansehnlich sein, ein Fest, das sich eben sehen lassen kann.

Der ganze Wirbel für’s Auge hat aber vermutlich nur einen Grund. Das Eigentliche, was wir Weihnachten feiern, ist ziemlich armselig. Da liegt ein schwaches Baby auf Stroh in einem kalten Stall. Die ärmsten Kinder in unserem Land haben es besser. Niemand hat damals interessiert, dass dieses Kind zur Welt gekommen ist. Nur weitere ärmliche Gestalten haben davon etwas mitbekommen. Es waren Viehhirten, die selber nichts besaßen.

Dieses Bild von Weihnachten erweckt in mir Mitleid. Wäre es nicht herzlos, das Leid auch noch zu feiern? Wenn ich es mir zum Fest gut gehen lasse und da draußen sind Menschen im Stall? Meine Augen sehen da nichts, was ansehnlich ist. Und wenn ich dann noch höre, wie es dem Kind ergeht in seinem Leben, wie der Mann am Ende als Verbrecher umgebracht wird – kein Anlass für Glitzer, Lichter und Geschenke.

Aber meine Augen sehen jetzt nicht die Krippe, nicht das schwache Kind, nicht den Mann am Kreuz. Meine Augen dürfen tiefer blicken: Meine Augen haben deinen Heiland gesehen!

Er ist darum schwach, weil meine Schwächen ihm das Herz brechen. Er ist darum arm, weil meine Sorgen ihm die Schultern belasten. Er ist darum verachtet, weil alle Schande des Lebens auf ihm liegt. Alles, was diese Welt so furchtbar macht, was mir das Fest zu verderben droht. Alles, was sich Menschen gegenseitig antun. Alles, worin ich verstrickt bin und selbst nicht schuldfrei herauskomme. Dafür ist Gott Mensch geworden.

Das darf ich Weihnachten sehen. Und das wird durch ein Fest sichtbar, das gerade inmitten des Leids etwas für’s Auge ist.

Herzlich grüßt
Ihr Pfarrer Albrecht Bönisch