Evangelische Trinitatisgemeinde am See

Losung für
Sonntag, 23. Juni 2024

Ich will deinen Namen kundtun meinen Brüdern.

Psalm 22,23

Paulus schreibt: Ich tue euch kund, Brüder und Schwestern, dass das Evangelium, das von mir gepredigt ist, nicht von menschlicher Art ist.

Galater 1,11

Aktuelles

Stellenausschreibung der Evangelischen Kirchengemeinde Reichwalde

Gemeindepädagoge
Stellenausschreibung

Gottesdienste im Februar 2024

Monatsspruch für Februar 2024

Alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit.

2.Timotheus 3,16

Herzliche Einladung zu den Gottesdiensten

Petershain Kollm See
02.02.2024
Darstellung des Herrn
--> --> 19:00 Uhr
Gottesdienst

mit Pfarrer Bönisch
04.02.2024
Sexagesimä
--> 10:30 Uhr
Gottesdienst mit Hl. Abendmahl

mit Pfarrer Bönisch
10:30 Uhr
Familiengottesdienst
11.02.2024
Estomihi
9:00 Uhr
Gottesdienst

mit Pfarrer Bönisch
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14.02.2024
Aschermittwoch
--> --> 19:00 Uhr
Gottesdienst mit Austeilung des Aschekreuzes

mit Pfarrer Bönisch
18.02.2024
Invokavit
--> 10:30 Uhr
Gottesdienst

mit Prädikant Hermasch
10:30 Uhr
Gottesdienst
25.02.2024
Reminiszere
9:00 Uhr
Gottesdienst mit Hl. Abendmahl

mit Pfarrer Bönisch
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Alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit.
2.Timotheus 3,16

Die Heilige Schrift - so steht es auf alten Bibelbüchern, manchmal mit goldenen Lettern. Größte Wertschätzung für einen Schatz. Nicht nur ein Buch - was das Wort „Bibel“ übersetzt lediglich heißt - sondern „die Schrift“. So heißt die Bibel in der Bibel selber - wie in unserem Monatsspruch aus dem 2. Timotheusbrief.

Allerdings sind die großen Bibeln mit goldenen Lettern oft alt und verstaubt. Oder aber gut erhalten - weil: kaum benutzt. Und für manche sind auch die Inhalte der Bibeltexte alt und verstaubt. Vielfach gedruckt - aber heute noch relevant?

Wenn Menschen vor 2000 Jahren oder noch länger ihre Gedanken zu Gott und der Welt aufgeschrieben haben, dann kann das heute ganz interessant sein - aber es kann auch überholt sein. Wenn Menschen schreiben, dann kann das große Literatur sein oder auch einfach nur falsch. Wenn Menschen lesen, was andere geschrieben haben, dann kann es sein, dass man es versteht oder eben auch nicht. Das ist schon gar nicht so einfach bei Texten von heute. Wie schwer ist es erst mit alten Schriften!

Doch die Bibel sagt selber etwas anderes von sich: Die Schrift ist von Gott eingegeben. Das wäre missverstanden, wenn wir uns vorstellen, wie Gott jedes Wort den Schreibern diktiert hätte. Aber davon steht hier nichts. Es geht darum, dass die Idee von Gott ist. Schriftsteller würden immer davon sprechen, dass sie eine Inspiration für ihre Texte brauchen. Sie brauchen eine Begeisterung für das, was sie schreiben. Und die Begeisterung soll überspringen, wenn die Texte gelesen werden. Sonst wären sie nichts nütze.

Inspiration. Genau dieses Wort steht hier in der Bibel: Die Schreiber waren von Gott inspiriert - von Gott begeistert. Und diese Begeisterung will überspringen, wenn ich in der Bibel lese. Gott will mich erreichen. Gott will mit mir reden. Und dazu benutzt Gott Menschen, die in vielerlei Weise, in unterschiedlichen Zeiten und Situationen begeistert geschrieben haben. Auch, um zu lehren, wie Gott ist. Auch, um den rechten Weg zu weisen. Auch, damit die Menschen besser werden. Auch, damit die Menschen zu einem gerechteren Leben erzogen werden. Es wäre schlimm, wenn es das alles in unserer Welt nicht gäbe. Wenn Gerechtigkeit und Besserung sich niemand mehr wünscht. Wenn Böses nicht mehr böse genannt wird. Wenn alles im Unklaren bleibt. Das wäre nur der Schatten, in dem dunkle Machenschaften stark werden können. Niemand kann das wirklich wollen.

Es kann aber sein, dass ich zurückschrecke, wenn jemand mit der Autorität Gottes mir etwas überhelfen will. Es kann sein, dass ich abblocke, wenn jemand mich belehren, zurechtweisen und bessern will. Doch so ist unser Monatsspruch nicht gemeint.

Er will mir vielmehr zeigen, wozu die Bibel „nützt“. Dass ich eine Idee bekomme, wie ich reif und mündig in den oftmals so komplizierten Situationen des Lebens zu Entscheidungen komme. Dass ich eine Inspiration habe, wenn ich Lösungen finden muss. Dass ich Gott in meinem Leben hören kann. Das engt mich nicht ein, sondern weitet den Blick. Ohne Gott wäre es umgekehrt. Da bekomme ich weniger mit. Da würde mich vielleicht etwas ganz anderes inspirieren, was ich am Ende überhaupt nicht will. Da würden sich Einflüsse breit machen, die weder zur Besserung noch zu mehr Gerechtigkeit führen. Doch warum sollte ich das Risiko dazu eingehen? - Dann doch lieber aus dem großen Schatz schöpfen: Aus der Heiligen Schrift.

Herzlich grüßt
Ihr Pfarrer Albrecht Bönisch