Evangelische Trinitatisgemeinde am See

Losung für
Montag, 26. September 2022

Bekehre du mich, so will ich mich bekehren; denn du, HERR, bist mein Gott!

Jeremia 31,18

Jesus spricht zu Thomas: Reiche deinen Finger her und sieh meine Hände, und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!

Johannes 20,27

Gottesdienste im September 2022

Monatsspruch für September 2022

Gott lieben, das ist die allerschönste Weisheit

Sirach 1,10

Herzliche Einladung zu den Gottesdiensten

Petershain Kollm See
04.09.2022
12. Sonntag nach Trinitatis
--> --> 10:30 Uhr
Familiengottesdienst

zum Schulanfang
Gottesdienstteam
11.09.2022
13. Sonntag nach Trinitatis
--> --> 9:30 Uhr
Gottesdienst im Festzelt

mit Pfarrer Bönisch
18.09.2022
14. Sonntag nach Trinitatis
--> 10:30 Uhr
Gottesdienst

mit Heiligem Abendmahl
mit Pfarrer Bönisch
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25.09.2022
15. Sonntag nach Trinitatis
15:30 Uhr
Erntedank Radfahrgottesdienst

mit Pfarrer Bönisch
14:00 Uhr
Erntedank Radfahrgottesdienst

in allen 3 Kirchen
Beginn in Kollm
16:30 Uhr
Erntedank Radfahrgottesdienst

mit Pfarrer Bönisch
29.09.2022
Michaelis
--> --> 19:00 Uhr
Gottesdienst

mit Pfarrer Bönisch

Parallel zum Gottesdienst am 18.09.2022 findet Kindergottesdienst statt.


Der besondere Erntedankgottesdienst:

Am 25.09.2022 feiern wir in allen 3 Kirchen unserer Trinitatisgemeinde Erntedank. Die Besonderheit ist, dass wir 14:00 Uhr in Kollm beginnen, anschließend mit dem Fahrrad nach Petershain fahren und danach nach See. Es werden jeweils Kurzandachten mit musikalischer Gestaltung gehalten, die für ca. 20 - 30 Minuten geplant sind. Es können auch Fahrgemeinschaften mit dem Auto gebildet werden.


Andacht zum Monatsspruch im September 2022

Über Max und Moritz schreibt Wilhelm Busch, dass sie "anstatt durch weise Lehren / sich zum Guten zu bekehren, / oftmals nach darüber lachten / und sich heimlich lustig machten." Sich ganz offen und in aller Öffentlichkeit über nachdenkende Menschen lustig zu machen, kommt auch heute nicht gut an. Aber manchmal wird die ältere Generation mit ihren vielen Jahrzehnten an Lebenserfahrung doch belächelt. Weil eben alles etwas langsamer geht. Weil manche Entscheidungen eben nicht so schnell getroffen werden, wie es die junge Generation in ihrer Aktivitität gerne hätte. Weil weise Menschen eben doch den einen oder anderen Tick haben. Und das scheint dann nicht alltagstauglich. Bestenfalls hat man wieder eine lustige Geschichte zu erzählen.

Nun sind nicht automatisch alle älteren Menschen Weise und alle jüngeren nicht. Weiheit bedeutet, Erfahrungen und Wissen so durchdacht zu haben, dass es guten Gewissens lebenstauglich ist. Wenn einem das Wissen eine Orientierung bietet, um sich in dieser Welt zurechtzufinden. Auch dann, wenn nicht alles so läuft, wie man sich das selber gedacht hat. Denn die Welt läuft nie nach den eigenen Plänen. Wen das nicht allzu sehr ärgert, der ist schon etwas weise.

Wer alles, was ihm in seiner Filterblase auf dem Smartphone mitgeteilt wird, für das Wahre hält, ist nicht weise. Wer niemals versucht hat, sich auch in die andere Seite hineinzuversetzen, ist nicht weise. Wer meint, dass mir jemand reine Information und reine Wahrheit liefern könnte, ist nicht weise. Wir erwerben Wissen nur durch andere, die schon ihre Deutung mitliefern. Es ist niemals anders.

Die Bibel geht noch einen Schritt weiter und sagt es mit dichterischen Worten: Während schönste Weisheit die anderen Menschen in den Blick nimmt, ist die allerschönste Weisheit, wenn Gott nicht ausgeklammert wird. Gott lieben, also ihn verstehen wollen und ihn zu Wort kommen lassen, ist weise. Wissen als Orientierung, um mich in der Welt zurechtzufinden, rechnet mit Gott. Wer den endlichen Menschen zum Maß aller Dinge nimmt, ist nicht weise. Er wird sich früher oder später ärgern. Wer aber nicht gottvergessen sein will, wird sich auch davor hüten, Gott auf menschliches Maß zurechtzustutzen. Er wrid staunen über Gott und über den Lebensraum, in den Gott uns stellt. Mit Gott im Blick beginnt vielleicht erst das wirkliche Staunen über diese Welt, die eben immer mehr ist, als ich fassen kann. Auch wenn es traurig ist. Beim Staunen ist aber auch Lachen erlaubt. Ganz klar. Doch darüber lustig machen wird sich keiner, der staunt. Auch nicht heimlich.

Es grüßt Sie herzlich im Namen der Trinitatisgemeinde am See
Ihr Pfarrer Albrecht Bönisch