Evangelische Trinitatisgemeinde am See

Losung für
Dienstag, 7. Dezember 2021

Der HERR hat die Erde durch seine Kraft gemacht und den Himmel ausgebreitet durch seinen Verstand.

Jeremia 10,12

Durch den Glauben erkennen wir, dass die Welt durch Gottes Wort geschaffen ist.

Hebräer 11,3

Veranstaltungen im November 2021

Christenlehre Montag: 1. und 2. Klasse 14:30-15:15 Uhr
Dienstag: 3. und 4. Klasse 14:30-15:30 Uhr
Dienstag: 5. und 6. Klasse 15:30 - 16:30 Uhr
Konfirmanden 7. Klasse montags 15:00 – 15:45 Uhr im Gemeindezentrum See
  8. Klasse montags 16:00 –16:45 Uhr im Gemeindezentrum See
Kaffeestunde im GZ See 17.11.2021 nach dem Gottesdienst
Frauenfrühstück Mittwoch, 17.11.2021 ab 8:30 Uhr im GZ Seee
Männerfrühstück Donnerstag, 18.11. 8:30 Uhr im GZ in See
Posaunenchor freitags 17:15 Uhr im GZ

Gedanken zum Monatsspruch November:

Liebe Gemeinde,
in der letzten Strophe des Liedes „Der Mond ist aufgegangen“ heißt es:
„… Verschon uns, Gott, mit Strafen und lass uns ruhig schlafen, und unsern kranken Nachbarn auch.“ Genau diese Worte haben mich immer besonders milde gestimmt.

Der (einfache) kranke Nachbar findet den Weg in ein Volkslied von Weltrang; plötzlich und unvermittelt wird nach vielen großen Worten von Strafe, Gott und Ruhe der kranke Nachbar zu Ehren gebracht; es sind die letzten Worte des Liedes. Als ob der Dichter uns sagen will: der (kranke) Nachbar ist mitunter wichtiger zu nehmen als große Gedanken von Welt, Jammer und Friede. An-dererseits: kann einem manchmal die Nähe von anderen Menschen, weil sie auf einen achten, zu viel werden?

Gibt es vielleicht Menschen, die nicht beachtet werden wollen? „Oh, nein!“ sagt unser Text; und das zu Recht. Jeder Mensch ist auf Gemeinschaft hin angelegt. Menschen werden krank, wenn sie einsam sind. Sicher, mitunter brauchen wir auch Zeiten des Alleins-eins, Zeiten, die wir nur für uns haben. Aber wir können diese Zeiten nur schätzen, wenn wir im Tiefsten wissen, dass wir nicht einsam sind, in Wahrheit nicht allein sind.

Oft reden wir von der Liebe Gottes zu den Menschen, oder von der Liebe Jesu zu den Menschen. Geschichten von Jesus aus den Evangelien zeigen uns lie-bevoll Jesu Hinwendung zu den Menschen, oft zu Kranken und Einsamen. Und die Menschen untereinander? Kann die Liebe Gottes die menschliche Liebe ersetzen? Vielleicht nicht ersetzen, aber vielleicht bietet sie den Grund dafür, dass wir uns gegenseitig Vorbild sein können; darin, aufeinander zu achten. Nicht auf Belanglosigkeiten, nicht auf Äußerliches, nicht auf Neben-sächlichkeiten. Vielmehr hat Gott den Menschen mit einer Seele ausgestattet. Mit der Seele, so heißt es im Schöpfungsbericht der Bibel, wurde der Mensch erst lebendig.

Und genau auf sie haben wir zu achten.

Es grüßt Sie herzlich Ihre Ev. Trinitatisgemeinde am See